· 

Mars-Merkur und die Zerstörung der Geschlechtlickeit

Die derzeitige Mars Merkur Konjunktion  - die Verbindung der richtungslosen und ungebundenen Aggression und der Funktion der Erscheinung  des fehlenden vierten Quadranten, führt uns den prekären Zustand unserer Welt vor Augen. Die Aggression des unterdrückten Neptun in Verbindung mit der fehlenden Bestimmung des Saturn, hat zu dem Funktionalismus des Merkur, der Regelung unseres Lebens geführt, die das bereits übervolle Fass der aufgestauten Leben zum Überkochen zu bringen scheint.

 

Die Stimmung ist daher bereits jetzt hoch explosiv, sie wird latent entzündlich, wenn der Mars ins Quadrat zu Uranus eintritt, der versucht, die Enge der Kontrolle aufzuheben, zugunsten Ursprünglichkeit und gewachsenen Lebens.

 

Wir alle leiden an der Rigidität unserer Zeit, der Künstlichkeit unserer Existenz, der fehlenden Verwurzelung und dem Fehlen sämtlichen parasympathischen Lebens. Alles wird vernutzt, verwertet, ausgeschlachtet...  Der daraus resultierende Zwang unserer Existenz bringt immer stärkere Blüten der Kontrolle hervor und  führt uns letzlich dazu, über die wirkliche Basis unseres Lebens, über den Geist im Tierkörper, über Geschlechtlichkeit, Weiblichkeit und Männlichkeit nachzudenken.

 

Mars Merkur als Erscheinung des Saturn - Neptun und des dabei unterdrückten Uranus lässt uns die ausgelassene Venus Uranus Verbindung bewusst werden. Folgendes scheint mir erwähnenswert:

Maria lactans

  • Die Tabuisierung der Geschlechtlichkeit und Sexualität durch die Kirche, ja ihre eigentliche Stigmatisierung im täglichen Leben,  auch und gerade da der "Sex" allgegenwärtig zu sein scheint
  • Die Verleugnung des Begehrens des Mannes und der vollen und ausgeprägten Lust der reifen Frau
  • Die Verdrängung der natürlichen Empfängnis, der uneingeleiteten Geburt und der sich verströmenden, hingebungsvollen Mütterlichkeit und Befriedung der Familie durch die Väterlichkeit
  • Die gewollte  und gemachte Trennung von Lust und Empfängnis
  • Die Überbetonung des KIndlichen der Mädchen- und Jungenhaftigkeit z. B. durch die Intimrasur

Josef der Zimmermann

  • Die Verleugnung des Zeugungsaktes, ersetzt durch die künstliche Befruchtung, als Symptom der eliminierten Männlichkeit
  • Das Zerbrechen der Kernfamilie und die Aufsplitterung in Einelternfamilien

Dies alles sind Erscheinungen der fehlenden Basis: Uranus bringt keine vollständige Venus mehr hervor. Das Leben formt sich nur mehr in Fragmenten aus.

 

Der Ursprung wie W. D. es formulierte, scheint bereits über Generationen zu fehlen. Das Begreifen von Mann und Frau als zwei sich ergänzende Wesen ist verschüttet. Wir leben gefangen im Zwang unseres ungelebten Lebens.

 

Wir wissen vielleicht gar nicht mehr was Mann- und Frausein wirklich bedeutete. Die geschlechtlichen Grenzen haben sich aufgelöst, das "dritte" Geschlecht scheint sich nicht als Laune der Natur sondern tatsächlich als "Geschlecht" etabliert zu haben, ungeachtet der damit in den allermeisten Fällen verbundenen Zeugungs - und Empfängnisunmöglichkeit. Welch ein Paradoxon: die Verwechslung von Toleranz, denn wie kann sich der Mensch die Verfügung über solche Ausprägungen anmassen, mit der Kreierung eines "neuen" Geschlechtes.

 

Diese Entwicklung kommt nicht von ungefähr: wir alle bewegen uns hin zur geschlechtlichen Undefinierbarkeit, verwechseln auch hier gesellschaftlich festgelegte, zugeschriebene Rolle mit wirklichem Mann - und Frausein.

 

Wir wollen Gleichberechtigung - als was? Die Frau als Mann und umgekehrt??

 

Ich wünsche mir Augenhöhe, Ebenbürtigkeit, Gleichwertigkeit!

 

Missbrauch  - gleich welcher Ausprägung  - ist immer Ausdruck eines scheinbaren oder tatsächlichen Gefälles, der Ausübung von Macht.

 

Die Frau mit ihrer durch das Gebären bedingten Abhängigkeit bedarf des Schutzes durch den Mann - nicht seiner konstituierten Befehlsgewalt!

Die Hl. Familie  - Hort des Lebens

Von Raffael - The Yorck Project (2002) 10.000 Meisterwerke der Malerei (DVD-ROM), distributed by DIRECTMEDIA Publishing GmbH. ISBN: 3936122202., Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=157713