Über das Wahre und den Kompromiss: Merkur-Neptun

Der heutige Sonnenstand auf 0° Jungfrau bietet Anlass zu Merkur Neptun einige Gedanken zu notieren:

 

Auf den ersten Blick haben ein Kompromiss und Merkur-Neptun vielleicht nichts miteinander gemein. Visavis stehend sind die beiden Planeten vielleicht das gegensätzlichste Paar des Tierkreises. Stehen sie doch für die reine unverfälschte Wahrheit und die Anpassung an die Lebensbedingungen.

 

Dies ist von vornherein ein aussichtsloser Spagat. Die Wahrheit ins Leben zu lassen, dieser vollumfänglich treu zu sein und keinerlei Abweichung und Kompromiss einzugehen, stehen diametral gegensätzlich zu den Wünschen einer Jungfrau, die Bedingungen für sich zu nutzen, alles Machbare für sich verfügbar und verwertbar zu haben.

 

Der Fisch möchte gar nichts verwerten - er möchte, daß das Wahre im Leben seinen Platz findet, aus sich heraus. Dies ist jedoch nur möglich, wenn die Bedingungen entsprechend vorhanden sind. Als Bild kann vielleicht ein Same dienen, der nur im passenden Boden aufgehen kann und wird.

 

Nun ist jedoch der Neptun kein Same, sondern ein Prinzip. Er wird nicht aufgehen, kann es gar nicht, sondern möchte als Prinzip in der Welt sein. Das Prinzip möchte und muß, um in der Welt vorhanden zu sein WAHRGENOMMEN werden. Dies wäre die "Aufgabe" der Jungfrau, nicht um der subjektiven Befriedigung der Bedürfnisse zuzuarbeiten, sondern um Bedingungen zu schaffen, in denen das Prinzip des Lebens wahrgenommen werden kann.

 

Nun könnte man fragen: was soll das sein?

Das Prinzip des Lebens heißt, Zeugung, Entwicklung, Fortpflanzung, Entwicklung..... Wir tun das genaue Gegenteil: wir pflanzen Hybride aus, lassen uns im Reagenzglas befruchten und leben ein stereotypes Leben von der Stange, abgesichert und clean. Daß da der Neptun keine Freude hat ist klar. Daß er dann entzündlich und zu einem Mars wird, auch. Und schon sind wir in der heutigen konkursiten Lebenssituation der ganzen Welt, in der all die falschen Größen und Errungenschaften, die nicht vom Prinzip genährt sind, drohen zusammenzubrechen.

 

Der faule Kompromiss scheint da für manche ein gangbarer Weg. Die Feigheit auch die Ergebnisse des Unvertrauens in den Himmel zu tragen, ist zwar aus der Überlebensangst des Menschen herrührend verständlich, machen die Situation jedoch nicht besser.

 

Die Angst der Jungfrau um den Verlust ihrer Lebensgrundlagen sind unnötig, geht es zuerst einmal "nur" um die Wahrnehmung und AN-ERKENNUNG des Prinzips. Das Prinzip möchte erkannt und wahrgenommen werden, so wie die Frau vom Mann  und umgekehrt.

 

Erst im zweiten Schritt quasi, wäre es wichtig für das Prinzip des Lebens die Bedingungen zu schaffen: daß Fruchtbarkeit wieder lebbar wird, in der Natur und beim Menschen, daß Mann-und-Frau-Sein wieder gesellschaftsfähig wird, unabhängig von persönlichen, politischen und reaktionären Strömungen, daß wir bereit sind es zeugen und wachsen zu lassen, wild und ungezähmt, das Leben annehmend wie es von sich aus sein will....

 

Und schon wäre der Neptun zufrieden....

 

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